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Wisent-Wildnis am Rothaarsteig

Wisente am Rothaarsteig
(c) Fotolia #166257854 | Urheber: wildpixproductions

 

 

Der Wisent oder Europäische Bison ist eine Art der Rinder in Europa, die fast ausgestorben wäre.

 

Wisente kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Ihr Lebensraum sind gemäßigte Laub-, Nadel- und Mischwälder. Diesem Lebensraum entsprechend ist der Wisent als Herdentier nur in kleinen Gruppen anzutreffen.

 

In den 1920er Jahren war der Wisent akut vom Aussterben bedroht; der letzte freilebende Wisent wurde 1927 im Kaukasus geschossen. Alle heute lebenden Wisente stammen von nur zwölf in Zoos und Tiergehegen gepflegten Wisenten ab.

 

In den 1950er Jahren konnten im Gebiet des heutigen Nationalparks Białowieża an der polnisch-weißrussischen Grenze durch Auswilderung Wisente wieder angesiedelt werden.

Im Jahre 2004 existierten 31 freilebende Populationen in einer Gesamtstärke von 1955 Wisenten. Das entspricht rund 60 Prozent des Weltbestandes. Vor 8 Jahren begann im nordrhein-westfälischen Rothaargebirge die Auswilderung einer Wisentherde, die bis heute auf 10 Tiere angewachsen ist.

Damit leben nun erstmals seit einem halben Jahrtausend wieder Wisente frei auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands.

 

Der "Wisent-Wald" ist somit der Schauplatz eines einzigartigen Projekts zur Wiederansiedlung und Erhaltung dieser bedrohten Tierart.

 

 

 

In freier Wildbahn lebende Wisente in einem bewirtschafteten Wald: Das ist einzigartig in Westeuropa. Nach vielen Jahrhunderten kehren die Könige des Waldes damit in ihre ursprüngliche Heimat zurück. In der freien Natur soll sich die Herde auf eine Größe von maximal 20 bis 25 Tiere auf natürliche Weise vermehren. Das Projekt wird wissenschaftlich von vier Universitäten und weiteren freien Forschern begleitet.

 

Wegen der enormen Ausdehnung des "Wisent-Waldes" werden Wanderer die Tiere dort kaum zu Gesicht bekommen. Deswegen wurde mit der "Wisent-Wildnis am Rothaarsteig" ein Guckloch in das Artenschutzprojekt geschaffen. Dort können Besucher eine zweite Herde auf 20 Hektar mit sehr großer Wahrscheinlichkeit aus nächster Nähe beobachten und erleben.

 

Guckloch in das Artenschutzprojekt

 

Verkehrte Welt: Zwar wird die Wisent-Herde durch einen Zaun von den Besuchern getrennt, dennoch entsteht rasch die Illusion, dass es die gewaltigen Tiere sind, die sich inmitten ihres wilden Lebensareals frei bewegen – und nicht der Mensch.

 

In der "Wisent-Wildnis am Rothaarsteig" werden stufenweise bewusst Elemente geschaffen, die die Sinne überlisten: ein Menschentunnel in Form eines Dachsbaus und Bachdurchquerungen sind Beispiele, die dies unterstreichen.

 

Die Bauarbeiten für die "Wisent-Wildnis" wurden im September 2011 begonnen, die Eröffnung war am 20. September 2012. Doch bereits am 7. Dezember 2011 waren mit Fasel und Faye die ersten beiden Wisent-Kühe in ihr neues Zuhause eingezogen. Die "Wisent-Wildnis" wurde mit einer fünfköpfigen Herde eröffnet. Sie soll sich bis auf eine Größe von maximal zwölf Tieren vermehren.

 

Die rund 20 Hektar große "Wisent-Wildnis" besticht durch ihre natürlichen Formationen: Felsen, Bach, Quellmulden, Tal und Wald bieten Naturgenuss in variantenreicher Form. Dort lassen sich Wanderung, Familienausflug und Tierbeobachtung wunderbar kombinieren.

 

Wer sich auf den rund drei Kilometer langen – zwei bis dreistündigen – naturnahen Wanderpfad macht, braucht geeignetes Schuhwerk und einen sicheren Tritt – denn er betritt im Wortsinne eine Wildnis.

  

Für Besucher mit eingeschränkter Mobilität und fehlender Trittsicherheit sowie für Gäste mit Kinderwagen u.ä. ist der rund drei Kilometer lange Wanderpfad nicht geeignet. Als Alternative bietet sich der größtenteils ebenerdige und befestigte Wirtschaftsweg (rund 600 Meter Länge) zu reduzierten Eintrittspreisen an. Er erlaubt jedoch nur eine eingeschränkte Sicht in das Gelände und auch auf die Tiere.

 

Und noch ein kleiner Hinweis:  Hunde dürfen leider nicht mit auf das Gelände! Hunde könnten die Wisente stören, die Herde aufscheuchen und ein ungewolltes Fluchtverhalten bei den Wisenten auslösen. Eine etwaige Leinenpflicht kann wegen der Größe des Areals nicht kontrolliert werden. Vor allem aber könnten sich Hunde am Elektrozaun verletzen. Die „Wildnis“ ist nun einmal die Heimat der Wisente, ihr Leben in natürlicher Umgebung soll dort so wenig wie möglich gestört werden.

 

Öffnungszeiten

 

Sommer (vom 31. März 2019 bis zum 26. Oktober 2019)

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen:

10:00 bis 17:00 Uhr (letzter Einlass)

Montags ist die Wildnis für Besucher geschlossen.

 

Winter (vom 28. Oktober 2018 bis März 2019)

Dienstag bis Sonntag und an Feiertagen:

10:00 bis 15:00 Uhr (letzter Einlass)

Montags ist die Wisent-Wildnis geschlossen.

 

Quellen Wikipedia und die Website der Wisent Welt Wittgenstein

 

Wisente mitten in Deutschland! Fast schon ein Safari-Gefühl, das beim Erkunden des Wistent-Waldes und der Wisent-Wildnis am Rothaarsteig aufkommt! Unser Landidyll Restaurant und Hotel Lindenhof bietet ein schönes Kurzreise-Paket dazu an:

Wisent-Angebot im Lindenhof

2 Übernachtungen im Komfort oder Deluxe Doppelzimmer ausgestattet mit Föhn, Sat. Flat – TV, Dusche/ WC.

Im Landidyll Hotel & Restaurant Lindenhof angekommen, werden Sie mit einem Wittgensteiner Begrüßungsdrink willkommen geheißen.

Den Tag beginnen Sie am reichhaltigen, landidyllischen Frühstücksbuffet mit regionalen Spezialitäten.

 

Leistungen für 2 Übernachtungen:

  • 2x Übernachtung im Komfort oder Deluxe DZ inkl. Landidyll Frühstücksbuffet
  • 1 x regionales 3-Gang Menü aus der Lindenhof Frische-Küche
  • 1 x Lunchpaket
  • 1 x Eintritt zur Wisent Welt
  • Abreise nach dem Frühstück

Preise:

180,00 EUR pro Person im Deluxe Doppelzimmer (40,00 EUR EZ Zuschlag)

155,00 EUR pro Person im Komfort Doppelzimmer (30,00 EUR EZ Zuschlag)

buchbar nach Verfügungbarkeit im Jahr 2018/2019

 

Anfragen und Reservierungen direkt im Hotel per Email oder per Telefon unter +49 (0) 2752-5402

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